Lexikon
Kimono-Ärmel
Im Vergleich westlicher Kleidung dienen Kimonoärmel – vor allem bei einem Frauenkimono – nicht nur der Bedeckung der Arme. Die Ärmel bestimmen hierbei über die Zielgruppe eines Kimono. Die Form und die Gestaltung teilen die Kimono-Träger bzw. -trägerinnen nach dem Geschlecht, dem Alter und auch dem Familienstatus ein.
Die Grundform des Kimono-Ärmels ist rechteckig, wie die Kimonoteile. Die Länge des Rechtecks variiert nach der Zielgruppe des Kimonos.
Für den Maiko-Kimono werden die längsten Ärmel verwendet, für Kimono der Männer und der verheirateten Frauen die kürzesten.
Die Ärmel an einem Männerkimono haben keinerlei Rundungen an der handseitigen und der unteren Ärmel-Ecke. Jene Ärmel am Kimono für Mädchen oder junge Frauen sind hier stärker abgerundet, bei Kimonos von älteren Frauen allerdings kaum.
Bei dem Männerkimono sind die Ärmel an jener körpernahen Seite hin bis zu einem festgelegten Ziel am Hauptteil festgenäht. Hierbei gibt es nur eine kleine, zugenähte Ärmel-Schleppe. Das Ärmelmerkmal kennzeichnet somit den Männerkimono eindeutig.
Die Ärmel an einem Frauenkimono sind auch auf der körpernahen Seite zu einem gewissen Punkt angenäht. Allerdings ist die Ärmel-Schleppe zum Körper hin offen, unabhängig von der Länge.
Es ist je nach Haltung einer Kimono-Trägerin somit möglich, in den Ärmel der Frau hineinzublicken. Jene körperseitige Ärmelöffnung ist ein charakteristisches Merkmal für den Frauenkimono.