Lexikon

Korsett

Wusstest du, dass ein Korsett bereits im 17. und 18. Jahrhundert in der Damenmode entdeckt wurde und ein Kleidungsstück ist, das sich noch bis heute einer großen Beliebtheit erfreut? Diese einzigartige Kombination, welche den Körper formt und zudem auch ein üppiges Dekolleté erschafft, war über die Jahrhunderte hinweg ein absolutes Muss für die Damen aus der gehobenen Gesellschaft. Es führte bei Männern und auch bei Frauen zu Atemnot aus völlig mannigfachen Gründen. Wenn ein Korsett heute längst nicht mehr eine Pflicht ist, hat es den Platz als besonderes und attraktives Kleidungsstück mit Recht beibehalten.

Die allerersten Vorläufer eines Korsetts entwickelten sich bereits im 15. Jahrhundert in der Mode, wo es schon ein korsettähnliches Kleidungsstück gab, welches Taille und die Brust betonte. Sogar die schnürten die Taille zu der damaligen Zeit. Das Korsett entwickelte sich so zu Beginn des 16. Jahrhunderts aus den versteiften Miedern. Die Existenz ist vor 1562 erwiesen, als in vielen Gemälden dargestellte Kleider ab dem Jahre 1530 in der gezeigten Form mit flachgedrückter Brust und einem kegelförmigen Oberkörper, die ohne ein Korsett nicht möglich geworden wären.

Ein solches Korsett ist erheblich schwerer als eine Corsage. Du spürst es beim Tragen direkt, wenn du ein Korsett in deiner Hand hältst, dass dieses eine höhere Wertigkeit hat. Die Korsetts sind in ihrem Inneren stets mit 100 Prozent Baumwolle ausgekleidet. Deshalb steigt der Tragekomfort allem dann, wenn es über viele Stunden getragen wird.
Die Stützstäbchen, die bei einem Korsett fühlbar mehr die Taille formen, sind aus Edelstahl. Dadurch, dass diese Stützstäbchen des Korsetts aus Edelstahl sind, brechen sie nicht und ein Korsett kann so erheblich länger getragen werden als zum Beispiel eine Corsage.